HISTORIE UND KONZEPTION

Die Schultagesstätte Wittel-Wigwam entstand aus der Notwendigkeit, Kindern berufstätiger Eltern nach Schulschluss eine Betreuungsmöglichkeit zu bieten. Sie ist im Jahr 1992 aus einer Elterninitiative entstanden, Eltern waren und sind bis heute maßgeblich an der Entwicklung der Einrichtung beteiligt.

Träger des Wittel-Wigwams ist der Förderverein der Grundschule Wittelsbach Schule, dessen Vorstand aus Eltern und Lehrern der Grundschule besteht. Da die Elternmitarbeit Basis unserer Einrichtung ist, ist es wünschenswert, dass alle Eltern Mitglied im Förderverein der Grundschule Wittelsbach Schule werden.

Der Wittel-Wigwam befindet sich in den Räumen der Wittelsbach Grundschule in Ludwigshafen-Süd und wird ausschließlich von SchülerInnen dieser Schule besucht. Er liegt in einem Stadtteil, der sowohl durch ein dichtbesiedeltes Wohngebiet mit teilweise hohem Verkehrsaufkommen geprägt wird als auch durch ruhige Nebenstraßen mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

In der Nähe befinden sich: Der Stadtpark, das Südwest-Stadion, mehrere Spielplätze, ein Hallenbad, Kino, die Stadtbibliothek und das Eisstadion.

Profil

Öffnungszeiten

Der Wittel-Wigwam ist Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, bei Bedarf gibt es einen Spätdienst bis 17.30 Uhr.

 

Aufnahmekriterien

Der Wittel-Wigwam verfügt über eine Kapazität von 80 Ganztagsplätzen. Da wir jedoch flexible Betreuungszeiten anbieten, besteht die Möglichkeit Kinder bis 15.00 Uhr oder bis 17.00 Uhr anzumelden. Nach Verfügbarkeit bieten wir eine Betreuung für zwei oder drei Tage pro Woche an.

 

Aufgenommen werden vorrangig:

  • Kinder deren Eltern beide berufstätig sind

  • Kinder von Alleinerziehenden

  • Geschwisterkinder

  • Kinder zur Sprachförderung und Integration

Kurzzeitaufnahmen in Notsituationen sind nach Absprache möglich.

Über die Aufnahme eines Kindes entscheidet die Leitung im Einvernehmen mit Träger und Team. Es wird eine Warteliste geführt.

Personal

  • 1 Sozialpädagogin (Leitung, Vollzeit)

  • 8 ErzieherInnen (je 30/20 Stunden/Woche)

  • 1 Sozialpädagogin (30 Stunden/Woche)

  • 1 Hauswirtschafterin (35 Stunden/Woche)

  • 1 Küchengehilfin

  • 1 Reinigungskraft

  • 1 BerufspraktikantIn

  • Honorarkräfte nach Bedarf

 

 

 

Mitarbeiterfortbildungen

  • Psychomotorik
  • Sprachförderung
  • LRS
  • Dyskalkulie
  • Medienpädagogik
  • Situationsansatz
  • Beobachtung und Dokumentation
  • Qualifizierung zur Praxisanleitung
  • Hortpädagogik

 

Teamfortbildungen

  • Schutzkonzept

  • Hygieneschulung

  • Kindeswohlgefährdung

  • Sexueller Missbrauch

  • Erste-Hilfe-Kurs (zweijährig)

 

Schließzeiten

  • 3 Wochen in den Sommerferien

  • Zwischen Weihnachten und Neujahr

  • Freitag nach Christi Himmelfahrt

  • Freitag nach Fronleichnam

  • Ein Teamfortbildungstag im Jahr

  • Drei flexible Tage je nach Ferienplan der Schule

 

Räumlichkeiten

Die Räume des Wittel-Wigwams befinden sich im Gebäude der Grundschule, so dass die Kinder keine langen Wege zurücklegen müssen.

Zurzeit verfügen wir über drei große Betreuungsräume, ein Snoezelraum, eine Mensa, ein Büro, Personalraum, eine Küche und einen Waschraum.

Außerhalb der Schulzeiten stehen uns nach Absprache mit der Schule vier Klassensäle, ein Tonraum sowie die Turnhalle zur Verfügung.

Als Außengelände dienen ein großer Schulhof mit Spielgerät, Abenteuerhügel, Forum und Freispielfläche, sowie ein kleiner Schulhof mit Tischtennisplatte und Kletterschildkröte.

 

Beiträge

Wir haben einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Ludwigshafen abgeschlossen. Dadurch erheben wir die gleichen Beiträge wie städtische Horte. Flexible Betreuungszeiten können in Ausnahmefällen und nach Absprache anteilmäßig berechnet werden.

Die Beiträge setzen sich aus einem Anteil für die Betreuung und dem Essensgeld zusammen, die aktuelle Beitragshöhe kann jederzeit eingesehen werden. Für Eltern mit niedrigem Einkommen besteht die Möglichkeit einer Bezuschussung (auf Antrag) durch die Stadt Ludwigshafen.

 

Essen und Trinken

Die Kinder erhalten täglich Mittagessen und am Nachmittag einen Imbiss, als Getränk servieren wir ungesüßten Tee oder Wasser. Im Anschluss an die festgelegten Mahlzeiten steht immer frisches Obst für die Kinder bereit.

Wir beziehen unser Essen tiefgekühlt und erwärmen es in Konvektomaten. Soweit möglich bereiten wir jedoch frische Speisen (Salat, Rohkost) selbst zu. Mehrmals in der Woche bieten wir ein vielfältiges Salatbuffet an.

Selbstverständlich beachten und respektieren wir auch Essensgebote anderer Kulturen und nehmen Rücksicht auf besondere Umstände (Allergien etc.)

Sehr wichtig ist uns auch die Beteiligung der Kinder bei der Essensauswahl. Deshalb gibt es bei uns einen aus jeweils vier Kindern der verschiedenen Klassenstufen bestehenden Essensbeirat, der sich regelmäßig und abwechselnd zur Besprechung des Speiseplans mit der Hauswirtschafterin trifft.

Tagesablauf

 

07:00 Uhr

Der Wittel öffnet

 

07:40 Uhr

Die Kinder gehen in die Schule

 

11:55 Uhr

Schulschluss 1./2. Klasse

 

12:00 Uhr

 

 

12:10 Uhr

Mittagessen

 

13:00 Uhr

Schulschluss 3./ 4. Klasse

 

13:10 Uhr

Mittagessen

 

Nach dem Essen

Hausaufgaben

 

14:45 Uhr

Imbiss

 

15:00 Uhr

AGs/ Freispiel

 

17:00 Uhr

Wittel schließt

 

17:30 Uhr

Ende „Notdienst“

 

 

Hausaufgabenbetreuung

Im Anschluss an das Mittagessen werden die Hausaufgaben regulär in 4 Gruppen, die den einzelnen Schulklassen entsprechen, in den Räumen der Schule angefertigt. Die Kinder haben innerhalb ihrer Hausaufgabengruppe feste Betreuungspersonen, die ihnen ruhiges, konzentriertes Arbeiten ermöglichen und bei Problemen auch Hilfestellung geben. Hierfür teilen wir je nach Personalstärke und Bedarf auch größere Gruppen zusätzlich auf. Nachhilfe wird jedoch nicht angeboten.

 

AGs

Begeisterung wecken, Kreativität fördern, Motorik schulen, Horizonte erweitern – das und vieles mehr sind die Ziele eines guten AG-Angebots. Deshalb bieten wir den Kindern unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften an, welche i.d.R. am Nachmittag im Zeitraum zwischen 15:00 und 17:00 Uhr stattfinden.

Aus Ideen und Situationen der Kinder entstehen oft Projekte.

Folgende AGs bieten wir abwechselnd an:

  • Wittel-Band, Hörspiel-AG

  • Tonen

  • Bewegungswerkstatt

  • Sport AG

  • Kunst AG in Kooperation mit dem Kunstverein

  • Musical AG

  • Theater AG

  • Kochen & Backen

  • Fußball AG

  • Stadtteilerkundung

  • Geschlechtsspezifische Projekte

  • Erweiterung der Medienkompetenz der Kinder

 

Zurzeit z.B. ein Kunstprojekt und ein Musikprojekt. Kinder, die bis 17.00 Uhr angemeldet sind, können mehrere AGs belegen. 15.00 Uhr Kinder können an einer AG pro Woche teilnehmen.

Freitags gehen wir mit den 17.00 Uhr Kindern zum Schwimmen in das naheliegende Hallenbad Süd (15.00 Uhr Kinder haben jeden 1. Freitag im Monat die Möglichkeit am Schwimmen teilzunehmen).

Diese Schwerpunkte können sich aufgrund unseres pädagogischen Konzeptes verändern.

Die Musik-AG zum Beispiel entstand aus dem Spaß der Kinder an dem Hören von Rockmusik.

Der Wunsch der Kinder selbst Musik zu machen wurde von uns aufgegriffen.

Daraus entstand die Band „Wittel-Rocker“, die vom Text, über Musik und Arrangement alles selbst entwickelt hat. Die Instrumente konnten über den Förderverein finanziert werden.


Solche Projekte steigern Selbstbewusstsein, Kreativität, soziale Kompetenzen, Lernfähigkeit und Konzentration unserer Kinder.

Diese Aktivitäten nehmen in unserer pädagogischen Arbeit einen ebenso großen Raum ein wie der schulische Bereich.

Freispiel

Gerade für Schulkinder ist es sehr wichtig Zeit für das Freispiel zu haben. Die Möglichkeit dazu besteht sowohl in unseren Räumen im Innenbereich als auch draußen.

 

 

Pädagogische Inhalte

 

Partizipation der Kinder

„Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.“

(UN-Kinderkonvention)

Wir versuchen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Kinder eigene Entscheidungen treffen und verantworten können. Ziel dabei ist die Kinder so zu stärken, dass sie eigene Meinungen äußern und vertreten können, aber auch die Konsequenzen Ihre Meinungen, Wünsche und Handlungen tragen lernen.

In regelmäßigen Gesprächen werden aktuelle Themen, Probleme und Interessen der Kinder besprochen. Aus den Ideen der Kinder entstehen zum Beispiel AGs.

In den jeweiligen Gruppen gibt es Kinderkonferenzen, die regelmäßig stattfinden. Auch hier bietet sich für die Kinder an miteinander zu kommunizieren und zu erzählen, was ihnen auf dem Herzen liegt oder einfach, welches Buch sie gerade lesen.

Konflikte werden sofort oder zeitnah aufgegriffen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Regeln, die den Alltag und das Miteinander erleichtern werden gemeinsam festgelegt bzw. angepasst oder verändert. (Tischdienst, Aufräumen, Gesprächsregeln, sozialer Umgang, …)

Regelmäßig trifft sich der Essensbeirat, bestehend aus vier Kindern der jeweiligen Klassenstufe, der Wirtschaftskraft und einer pädagogischen Fachkraft und besprechen den Speiseplan der kommenden Woche.

Durch die Mitbestimmung lernen die Kinder unterschiedliche Kriterien bei der Aufstellung des Essensplanes zu beachten. (Abwechslung, Vielfalt, Kosten, Menge, Gesundheit, Ausgewogenheit, Essensvorschriften, Allergien, ...)

 

Bildung und Förderung

 

Kinder haben das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht.“

(UN-Kinderkonvention)

 

 

 

Hausaufgaben

Wir machen die Hausaufgaben in vier nach Schulklassen eingerichteten Gruppen mit fester Bezugsperson. Dafür sind wir von Montag bis Donnerstag in den Klassenräumen der Schule. Je nach Personalstärke und Bedarf teilen wir größere Gruppen zusätzlich auf.

Wir unterstützen die Kinder in ihrem Arbeiten, bieten aber keine Nachhilfe an.

Unser Ziel ist es die Kinder zum selbstständigen Arbeiten hinzuführen. Wir vermitteln ihnen die Grundfertigkeiten zum Erwerb von Bildung. (Wie arbeite ich? Wie und wo hole ich mir Hilfe?)

 

Die Hausaufgaben werden durchgeschaut, die Korrektur ist Sache des Kindes. Wir wertschätzen alle Arbeiten der Kinder um ihre Leistungsbereitschaft und Motivation zu stärken.

 

 

Freizeitgestaltung

 

„Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein“

(UN- Kinderkonvention)

Kinder sollen lernen ihre Freizeit sinnvoll und selbstbestimmt zu gestalten.

 

Freispiel

Kinder lernen durch Spielen. Sie setzen sich im Spiel mit ihrer Umwelt auseinander und entwickeln sich physisch, psychisch und sozial weiter. Im freien Spiel setzen sich die Kinder mit ihren Erlebnissen und ihrer Umwelt kreativ und selbstbestimmt auseinander. Sie schlüpfen in verschiedene Rollen und probieren sich und andere aus. Hierbei lernen sie die eigenen Grenzen und die der Anderen kennen und respektieren.

 

 

Die Kinder können das Außengelände der Schule nutzen und sich aus unserem umfangreichen Arsenal an Spielsachen für draußen etwas ausleihen.

Die Kinder der 4. Klassen haben im Zuge der Verselbstständigung zunehmend mehr Freiheiten in der Wahl Ihres Spielortes. Sie dürfen sich nach Absprache und unter Einhaltung der gemeinsam vereinbarten Regeln alleine in Räumen des Wittel- Wigwams und im kleinen Hof aufhalten. Hierbei wird dem größeren Bedürfnis an Rückzugsmöglichkeiten und Intimität Raum gegeben.

 

 

 

Ferienprogramm und Freizeit

Auch in den Ferien ist der Wittel-Wigwam für Kinder von berufstätigen Eltern geöffnet.

Ferien sind Zeiten der Ruhe und Gelassenheit. Die Kinder haben die Möglichkeit sich etwas intensiver und länger mit einem Thema zu beschäftigen, Freundschaften zu pflegen, sich und andere etwas besser kennen zu lernen.

In den Ferien bieten wir den Kindern die Gelegenheit ohne Schulstress miteinander zu spielen, machen Ausflüge, Museumsbesuche oder gestalten eigene Projekte.

Wir unternehmen Ausflüge in Parks oder Zoos, gehen auf Ausstellungen oder ins Theater und besuchen Spielplätze in der Umgebung.

In der Zeit um Ostern fahren wir jährlich für eine viertägige Freizeit in eine Jugendherberge. Wir versuchen diese Tradition trotz veränderter Ferienzeiten weiterzuführen. Eventuell auch zu einem anderen Zeitpunkt.

 

Beobachtung und Dokumentation

Wir verstehen uns als Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungseinrichtung.

In so gut wie allen Bildungsplänen für den Elementarbereich (Quelle: Bildungs- und Erziehungsempfehlungen Rheinland – Pfalz. Siehe Bibliographie im Anhang dieser Konzeption) gehört es zu den wichtigsten Aufgaben einer Kita, die betreuten Kinder zu beobachten und ihren Lern- und Entwicklungsstand zu dokumentieren.

Die Beobachtung dient dazu Interessen, Stärken und Schwächen der Kinder herauszufinden, ist Basis für Elterngespräche und hilft bei der Planung pädagogischer Interventionen.

 

Erziehungspartnerschaft

Eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Einrichtung ist für uns eine fundamentale Voraussetzung für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit.

Wir wünschen uns hierbei, dass Eltern Anregungen, Wünsche und Kritik an uns herantragen und wir uns so in einem ständigen partnerschaftlichen Austausch befinden.

Grundlage der Erziehungspartnerschaft ist das gegenseitige Kennenlernen und Respektieren von Erziehungszielen und Methoden.

Der erste Kontakt entsteht beim Aufnahmegespräch und wird vertieft beim Kennenlern-Spiel-Nachmittag vor Beginn des Schuljahres.

Ein kurzer Austausch und somit auch der persönliche Kontakt zu den Eltern, findet bei Bedarf täglich bei der Bring- oder Abholsituation statt. Treten Probleme auf, nehmen wir uns selbstverständlich Zeit für ein längeres Gespräch.

Entwicklungsgespräche dienen dazu, dass das Kind in seinen unterschiedlichen Lebensbereichen von Eltern und Erziehern ganzheitlich gesehen wird. Diese sollten regelmäßig stattfinden.

Wir veranstalten regelmäßige Elternabende, auch themenbezogen.

In monatlichen Info-Briefen informieren wir über Aktivitäten, Neuigkeiten und Veränderungen.

In unseren Räumlichkeiten befinden sich Informationstafeln, die unsere Arbeit transparent machen. Um den persönlichen Austausch mit Eltern und Lehrern zu gewährleisten, hat jedes Kind ein „Wittel-Heft“ und ein Hausaufgabenheft.

Auch regelmäßig stattfindende Feste wie Adventsbasar, Wittel-Sommerfest, Schulfest oder St. Martin bieten Gelegenheit zum Austausch in entspannter Atmosphäre.

 

Kompetenzen des pädagogischen Personals

Nach §22 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) haben Kindertagesstätten den Auftrag, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Diese Aufgabe schließt neben der Betreuung von Kindern insbesondere auch deren Erziehung und Bildung ein. Kindertagesstätten haben einen eigenständigen Bildungsauftrag.

Wir sind als Teil des Kinder- und Jugendhilfesystems dem Wohl des Kindes verpflichtet.

Das Team unserer Einrichtung besteht aus pädagogisch ausgebildetem Fachpersonal (staatlich anerkannte ErzieherInnen, SozialpädagogInnen)

 

Die lernende Organisation

Wir orientieren uns am Situationsansatz und verstehen uns als lernende Organisation. Durch Team-, sowie individuelle Fortbildungen werden unsere Kenntnisse sowie Fähigkeiten reflektiert und verbessert. Deshalb haben wir einen Tag als Teamfortbildungstag festgelegt, an dem der Wittel-Wigwam geschlossen ist.

Die aktuellsten Informationen zum Berufsfeld Pädagogik, Bildung und Erziehung sind uns sehr wichtig. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, werden diese im Team thematisiert.

Im Mittelpunkt stehen die Interessen und Bedürfnisse der Kinder.

Wir beobachten die Kinder in vielen verschiedenen Situationen, wodurch wir die für unsere Kinder wichtigen Themen wahrnehmen und aufgreifen. Beispiele hierfür sind Situationen beim Mittagessen, in den Hausaufgaben, während dem Freispiel und den AGs.

Auch im täglichen Austausch mit den Kindern erfahren wir, welche Inhalte für die Kinder wichtig sind und was sie gerade beschäftigt.

 

Lernmethodische Kompetenz

Unsere besonderen Fähigkeiten hierbei sind:

Kenntnisse zu haben, wie Lernen funktioniert.

Zu vermitteln, wie Kinder sich Wissen und Fertigkeiten aneignen können. (Zum Beispiel durch Recherche in Büchern, Internet, oder durch Fragen von „Spezialisten“)

Die Voraussetzungen zu schaffen um effektiv lernen zu können. (innere und äußere Ruhe und die Einhaltung von gemeinsam festgelegten Regeln ermöglichen eine angenehme Arbeitsatmosphäre).

Hilfestellung und/oder Beratung bei Problemen (wie zum Beispiel Dyskalkulie, Lese-, Rechtschreibschwäche, etc.).

Vorbild sein. Kinder lernen durch Beobachtung und Nachahmung des Gesehenen.

Sie können sich an dem Verhalten der Erwachsenen orientieren.

 

Persönliche Kompetenz

Alle MitarbeiterInnen unseres Teams haben persönliche Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten, die Einfluss in unsere Arbeit haben.

Diese sind ZURzeit

  • Sport / Bewegung

  • Lesekultur

  • Musik

  • Sprache / Sprachförderung

  • Kunst / Basteln / Gestalten / Werken

  • Medien / Computer

  • Kochen / Backen

  • Hauswirtschaftliche Themen

  • Natur (Pflanzen, Tiere)

  • Geschlechtsspezifische Arbeit

 

Teamfähigkeit

Grundlage unserer Qualität ist ein gut funktionierendes Team. Nur wenn alle Erziehungskräfte über die Ziele und Methoden der pädagogischen Arbeit informiert sind, können sie sich in der täglichen Arbeit und nach außen dafür einsetzen.

Inhalte der Zusammenarbeit sind:

  • Erarbeitung und Weiterentwicklung des Schutzkonzeptes

  • Erarbeitung und Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts

  • Planung und Auswertung der pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Aussprache über besondere Probleme, die einzelne päd. Fachkräfte, Kinder oder Eltern erleben

  • Feste regelmäßige Termine (wöchentliches Team, 1x monatlich Monatsteam)

  • Absprachen über organisatorische Fragen, Haushaltsplanung, Materialbeschaffung, Aufgabenverteilung, gemeinsame Veranstaltungen

  • Erstellen eines Fortbildungskonzeptes und verbindlicher Austausch über die Fortbildungsveranstaltungen und deren Ergebnisse

  • Weitergabe von wichtigen Informationen des Trägers, des Landesjugendamtes und des Jugendamtes, des Elternausschusses, des Spitzenverbandes

  • Erarbeitung und Anwendung eines Beobachtungsverfahrens für Kinder

  • Gemeinsame Vorbereitung von Entwicklungsgesprächen

  • Evaluation (Analyse) der Arbeit

  • Qualitätssicherung mit externer Unterstützung

  • Planung und Auswertung der regelmäßigen Kooperation sowie ein Austausch mit Fachstellen

Kooperationsfähigkeit und Vernetzung

Eine Zusammenarbeit, ein regelmäßiger fachlicher Austausch und eine gegenseitige Abstimmung verhindern eine einseitige /eingeschränkte Arbeits- und Sichtweise und schaffen abgestimmte gemeinsame Zielsetzungen.

 

Grundschule

Unsere Einrichtung hat ihre Räumlichkeiten in der Schule. Diese räumliche Nähe ermöglicht uns einen engen Kontakt zu den Lehrkräften.

Da wir die Kinder bei den Hausaufgaben begleiten, ist es wichtig, dass uns der Unterrichtsstoff der Kinder bekannt ist.

Bei Bedarf nehmen wir an den Elternabenden der einzelnen Klassen teil.

Der ständige Austausch über die Entwicklung und den Leistungsstand der Kinder zeigt sowohl den Lehrkräften als auch uns ErzieherInnen in welchen Aspekten die Kinder zu fördern und zu unterstützen sind.

Wöchentliche Gespräche zwischen Schulleitung und Hortleitung sowie die Teilnahme an Gesamtkonferenzen vertiefen die Zusammenarbeit von Schule und Hort. Auch gemeinsam durchgeführte Projekte und Feste fördern die Umsetzung gemeinsamer Ziele.

Ein gemeinsames großes Projekt ist die Hausaufgabenbetreuung der Schule. Hier werden Kinder der Schule, die nicht den Hort besuchen, bei den Hausaufgaben unterstützt. Die administrative Seite des Projekts wird über den Hort geleistet. Die Kinder dieser Gruppe können an der Freizeit des Horts teilnehmen, zum Teil gibt es auch gemeinsame AGs.

Kontakte und eine Zusammenarbeit mit Bildungs- und Kultureinrichtungen schaffen zusätzliche Förder- und Erfahrungsmöglichkeiten für Kinder und Eltern.

Solche Kooperationspartner sind:

  • Kultur Rhein – Neckar

  • Kunstverein

  • Philharmonie der Stadt Ludwigshafen

  • Theater im Pfalzbau

  • Sport- und Bäderamt Ludwigshafen

 

Kontakte zu beratenden Einrichtungen geben Eltern und Erziehern Sicherheit und Unterstützung

  • Stadt Ludwigshafen

  • Jugendamt

  • Beratungsstellen

  • Therapeuten

  • Offensive Bildung (Fortbildung Situationsansatz / Evaluation)

  • Arbeitskreis der KITAs in LU (Offensive Bildung)

 

Qualitätsstandards

Regelmäßige Fortbildungen

Quast. Wir haben in den Jahren 2005 bis 2007 am Projekt Quast (Qualität für Schulkinder in Tageseinrichtungen) teilgenommen und wurden von der Freien Universität Berlin zertifiziert.

Qualifizierung Psychomotorik

Qualifizierung Praxisanleitung

Qualifizierung Sprachförderung

Wöchentliche Teamsitzungen

Monatliche Teamsitzungen mit einem übergeordneten Thema

Durch ständige Reflexion unserer Kompetenzen stellen wir unsere Qualität fest.

Durch Reflexion und Anregungen sowohl von Kindern als auch von Eltern stehen unsere Qualitätsstandarts ständig auf dem Prüfstand. Stellen wir einen Bedarf an Veränderung und Weiterentwicklung fest, werden zeitnah Lösungen und Verbesserungen angestrebt.

 

Wo bleiben die Kinder?

Kinder entwickeln im Schulalter ein zunehmendes Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Deshalb sind wir mit zunehmendem Alter der Kinder immer mehr damit konfrontiert ihnen diese Selbstständigkeit zuzugestehen und trotzdem notwendige Grenzen zu setzen.

 

Zitat: „Die Kinder sollen lernen eigene Entscheidungen

zu treffen und zu verantworten.“

(Quelle: Bildungs- und Erziehungsempfehlungen Rheinland-Pfalz)

 

Wir ermöglichen den Kindern:

  • Die Erfahrung des Schulalltags zu verarbeiten

  • Die Zeit bei uns als nicht verplante Zeit zu erfahren, das heißt gegebenenfalls, sich auch zu langweilen, damit neue Interessen entstehen können.

  • Ihre Fähigkeiten zu erproben, auch solche die nicht schultypisch und leistungsorientiert sind.

  • Eigene individuelle Neigungen und Begabungen zu entdecken und diese zu verfolgen.

  • Mittel und Wege der konstruktiven Konfliktlösung kennen zu lernen und eigene Positionen zu vertreten.


Anhang

 

Schutzkonzept

 

Schutzkonzept Wittel-Wigwam

 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte!

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten!

Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheiten!

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter!

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal!

(Jüdischer Talmud)

 

Jedes Kind hat das Recht auf Achtung der persönlichen Grenzen, auf Entwicklung an einem sicheren Ort und auf den Schutz durch die Gesellschaft.

Präventiv überlässt unsere Einrichtung den Schutz, ob Mädchen oder Junge, nicht dem Zufall, sondern handelt nach einem Schutzkonzept.

Unter einem Schutzkonzept versteht man das Zusammenspiel aus Prävention und Intervention (mit Analyse, Vereinbarungen und Absprachen). Die Regeln und Verbote zielen auf den Schutz der Kinder und auch den Schutz der Mitarbeiter vor falschem Verdacht.

In unserer Einrichtung wird jede Form von Ausgrenzung und Gewalt (Machtmissbrauch und auch sexuelle Gewalt) gegenüber Kindern geächtet. Wir orientieren uns hierfür an Leitlinien, die einen Handlungsrahmen vorgeben.

Genau wie die gesellschaftliche Entwicklung immer in Bewegung ist, ist das Schutzkonzept in einem stetigen Entwicklungsprozess. So passt sich das Schutzkonzept spezifisch an die Gegebenheiten der Einrichtung an.

Wir sorgen für das körperliche, geistige und seelische Wohl der Kinder und schützen sie vor jeder Form von Übergriffen, Missbrauch und Gewalt.

Wir begegnen Kindern mit Wertschätzung, Respekt und Vertrauen.

Wir achten ihre Rechte und individuellen Bedürfnisse und stärken ihre Persönlichkeit.

Wir nehmen ihre Gefühle ernst und sind für ihre Sorgen und Probleme da.

Wir respektieren und wahren ihre persönlichen Grenzen.

Wir gehen achtsam und verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um.

Verhaltenskodex, Selbstverpflichtungserklärung und erweitertes Führungszeugnis

Es bedarf einer klaren Grundhaltung jedes Einzelnen, so dass eine „Kultur der Achtsamkeit“ entsteht.

Wir beobachten und reflektieren stets unser eigenes Verhalten und unterstützen uns hierbei

Alle Mitarbeiter haben sich durch ihre Unterschrift dazu verpflichtet die Aspekte und Maßnahmen, die Kinderrechte und Kinderschutz umsetzen, einzuhalten.

Außerdem haben alle Mitarbeiter ein erweitertes Führungszeugnis abzugeben, das alle 5 Jahre aktualisiert werden muss.


Gestaltung von Nähe und Distanz:

• Einzelgespräche, Übungseinheiten, Einzelunterricht usw. finden nur in den dafür vorgesehenen geeigneten Räumlichkeiten statt. Diese müssen jederzeit von außen zugänglich sein.

• Ein Kind/Jugendliche darf nicht besonders bevorzugt, benachteiligt, belohnt oder sanktioniert werden, es sei denn, es ist pädagogisch begründet und notwendig und im entsprechenden Team abgesprochen.

• Bezugspersonen bauen keine privaten Freundschaften zu betreuten Kindern oder Jugendlichen auf. Es findet keine Fortführung der professionellen Beziehung im privaten Rahmen statt (z.B. private Treffen, private Urlaube).

• Individuelle Grenzempfindungen werden ernst genommen und respektiert und nicht abfällig kommentiert.

Mitarbeitende achten bei körperlicher Nähe, auch in Vorbildfunktion, auf eigene Grenzen.

Unerwünschte Berührungen oder körperliche Annäherungen sind nicht erlaubt.

Sprache, Wortwahl und Kleidung:

Durch Sprache und Wortwahl können Menschen zutiefst irritiert, verletzt oder gedemütigt werden.

 

Deshalb verwenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in keiner Form von Interaktion und Kommunikation eine sexualisierte Sprache oder Gestik (z.B. sexuell getönte Kosenamen oder Bemerkungen, sexistische »Witze«), ebenso keine abfälligen Bemerkungen oder Bloßstellungen. Sie dulden dies auch nicht unter den Kindern und Jugendlichen.

• Verbale und nonverbale Interaktionen entsprechen der jeweiligen Rolle und dem Auftrag und sind auf die jeweilige Zielgruppe angepasst.

• Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten darauf, dass sie während ihrer Tätigkeit keine Kleidung tragen, die zu einer Sexualisierung der Atmosphäre beiträgt (z.B. Kleidung, die den Blick auf die Brust oder Genitalien ermöglicht oder Kleidung, die Unterwäsche absichtlich betont).

Umgang mit und Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken

Wir haben eine „Wittelkamera“.

Es wird respektiert, wenn Kinder oder Jugendliche nicht fotografiert oder gefilmt werden wollen. Die Veröffentlichung von Ton- und Bildaufnahmen bedarf ihrer und der Zustimmung der Sorgeberechtigten. Anvertraute dürfen weder in unbekleidetem Zustand (umziehen, duschen …) noch in anzüglichen Posen fotografiert oder gefilmt werden.

• Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegen keine privaten Internetkontakte mit Kindern oder Jugendlichen der Einrichtung (z.B. soziale Netzwerke, E-Mail, WhatsApp), zulässig sind lediglich dienstliche und pädagogisch begründete. Sie grenzen sich von medialen Kontaktanfragen der ihnen anvertrauten jungen Menschen grundsätzlich ab (z.B. Freundschaftsanfragen Facebook).


Disziplinierungsmaßnahmen:

Mögliche Verhaltensregeln können sein:

• Die Nichteinhaltung von Regeln wird mit Konsequenzen sanktioniert, die in direktem Zusammenhang mit dem Fehlverhalten stehen.

• Disziplinierungsmaßnahmen werden im entsprechenden Team transparent gemacht.

• Einschüchterung, Willkür, Unterdrucksetzen, Drohung oder Angstmachen sind ebenso wie jede Form von Gewalt, Nötigung oder Freiheitsentzug bei Disziplinierungsmaßnahmen untersagt.

• Etwaige Einwilligungen von Schutzbefohlenen in jede Form von Gewalt, Nötigung oder Freiheitsentzug dürfen nicht beachtet werden.


Macht und Machtmissbrauch:

Was machen wir dagegen?

  • Stetige Selbstreflexion

  • Sich bewusst sein, welche Macht einem gegeben ist und verantwortungsvoller Umgang damit

  • Austausch im Team

  • Klärende (intervenierende) Gespräche mit Kindern, Eltern und Kollegen

  • Regeln und Grenzen befolgen

  • Kinderrat bestehend aus einem Kind aus jeder Klassenstufe

  • Briefkasten für Wünsche und Beschwerden

  • Fragebogen wird regelmäßig an Kinder ausgeteilt und ausgewertet


Partizipation:

Kinder haben ein Recht auf Beteiligung. Dieses Recht ist gesetzlich verankert und leitet das pädagogische Handeln der Erzieher. Beteiligung ermöglicht Lern -und Entwicklungsprozesse und stärkt die Kinder durch Erleben von Selbstwirksamkeit.

In unserer Einrichtung erfahren die Kinder/ Eltern Beteiligung durch:

  • Kinderkonferenzen

  • Projekte

  • Die Wahl der Themen innerhalb der AGs

  • Essensbeirat

  • Entwicklungsgespräch

  • Elternbeirat


Umgang mit Beschwerden von Eltern:

 

- Beschwerden werden sowohl schriftlich als auch mündlich von allen Mitarbeitern

entgegengenommen und weitergeleitet.

- Beschwerdeformular

- gemeinsames Gespräch von Beschwerdeführer, Person über die sich beschwert wird und der

Person, die die Beschwerde bearbeitet

- Besprechung im Team

- Vorgehen, Entscheidung und Begründung dokumentieren

 

 

Umgang mit Beschwerden von Kindern:

 

- Beschwerden der Kinder werden von allen Erziehern ernstgenommen, entgegengenommen und besprochen

- Gespräch mit allen Beteiligten

- Besprechung im Team

- ggf. Beteiligung der Eltern

- es gibt einen anonymen Beschwerdebriefkasten

- Kinderfragebogen regelmäßig austeilen um die Stimmung der Kinder zu erkennen und zu dokumentieren

 

 

NOTFALLPLAN


Wird der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung in der Kindertagesstätte geäußert, ist jeder unserer Hortmitarbeiter Ansprechpartner ihrer Wahl.

 

Regionale Hilfenetzwerke

 

Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e. V.

Deutscher Kinderschutzbund, OV Ludwigshafen

Caritas-Zentrum, Psychologische Lebens- und Familienberatung

Kinderschutzdienst im Haus der Diakonie

Familiendienst des Jugendamtes der Stadt Ludwigshafen

 

 

 

 (c) 2020  Wittel Wigwam Kindertagesstätte

Wittelsbachstraße 73

67061 Ludwigshafen am Rhein

Email: wittel-wigwam@t-online.de

Telefon: 0621 565579

Ob Anregungen, Kritik oder Tipps,

Hier könnt Ihr uns direkt kontaktieren.

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Unsere  Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr.

Bei Bedarf bis 17:30 Uhr.

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